The Night We Met - Tina Köpke

16.02.2021

Muss es immer Mainstream sein?

Herausgeber: Tina Köpke | Genre: New-Adult | Seiten: 352   


Klappentext:

Die bekannteste Liebesgeschichte der Welt neu interpretiert! Für alle Fans von Riverdale und Twin Peaks.
Adams Island - ein Ort, den Theodore Thompson nur noch aus den Geschichten von seiner Mutter kennt. Ausgerechnet hier, umgeben von alten Familienfehden und geheimnisvollen Legenden, soll er sein letztes Highschooljahr absolvieren.
Dabei will er nur eins: Nicht in Schwierigkeiten geraten.
Doch dann trifft er Penelope Palmer. Sie ist die Vorzeigeschülerin und das nette Mädchen von nebenan. Er hingegen ist der Sohn des größten Kriminellen, den die Insel jemals hervorgebracht hat. Schnell wird aus einer heimlichen Liebe ein gefährlicher Drahtseilakt, bei dem sie darum kämpfen müssen, zusammen sein zu dürfen.

Meine Meinung:

Tina Köpke hat hier eine Geschichte geschaffen, die wirklich Romeo & Julia neu interpretiert. Darunter konnte ich mir anfangs nicht wirklich was vorstellen - war aber sehr interessiert! Und Tina hat mich definitiv nicht enttäuscht.

Das Setting auf einer Insel "Adams Island" war unglaublich toll gewählt. Mich hat dies immer an eine kleine Nord- oder Ostfriesische Insel erinnert, auf der sich einfach alles befindet, was man sich so vorstellen kann. Hier wurde eine so tolle Atmosphäre generiert, die mich einfach total überzeugt hat.

Die Protagonisten - Penny und Theo - hatten ebenfalls das besondere Etwas. Beide kommen aus unterschiedlichen "Schichten". Das war der Punkt, der mich sehr gereizt hat. Man stellt sich immer wieder die Frage, wie arm und reich ein gemeinsames Leben führen können. Ist nur jemand aus meiner "Schicht" der/die Richtige für mich? Wie weit will ich für die Liebe gehen?

Tina Köpke greift hier ein sehr aktuelles Thema auf? Wie wichtig ist es eigentlich, ob ich arm oder reich bin und welche Auswirkungen kann das haben? 

"Für eine Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist, sind wir wohl nicht reich genug."

Neben diesem Konflikt sind in meinen Augen auch die Charaktere wirklich toll ausgearbeitet. Beiden haben definitiv ihren eigenen Willen und wollen den in ihrer jeweiligen Welt durchbringen. Das stößt hier und da auf Probleme, die man auch im realen Leben schnell haben kann.


Inhaltlich hat Tina hier eine tolle Romeo & Julia Adaption geschrieben, die mich durchweg überzeugt hat. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein typisches Mainstream-Projekt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass das Buch eher unbekannt ist. Nur unbekannt ist ja nicht schlecht!

Ich kann es jedem ans Herz legen, sich hier mal heran zu wagen.


Tina macht es mit ihrem emotionalen und zugleich humorvollen Schreibstil sehr einfach, auch mal Geschichten zu lesen, die nicht typisch und normal sind. 


Unbezahlte Werbung